Rockavaria 2015 – Nachbericht Tag 2: Samstag

Nach den ersten Highlights am gestrigen Eröffnungstag, versprach auch der zweite Tag einiges an unvergesslichen Momenten mit KISS und 22 weiteren Bands. Eindrücke aus den Auftritten der Bands und ein paar Tipps verraten wir euch in unserer Zusammenfassung des Samstag.

Der Samstag wurde etwas früher eingeläutet als der gestrige Freitag, ab 13:15 trällerte die erste Band im Theatron. Kurz bevor La Dispute loslegten, hatte sich auch schon wieder eine Schlange am Einlass des Theatron gebildet. Jedoch war merkbar, dass sich die Schlange stetig bewegte. Auch zu Anti-Flag, ein recht gut besuchter Auftritt, war es kein Problem in das Theatron zu kommen. TIPP: Wer zu den letzten Songs der Vorband auftaucht, sollte gute Chancen haben seine Band zu sehen. Die Warnungen, das Theatron sei gesperrt, sind deshalb nicht so ganz korrekt.

La Dispute spielten ihre Songs so vor sich hin als wäre das Publikum kaum da. Der Sound war zwar gut, aber die Interaktion mit den Zuhörern war quasi nicht existent. Die darauffolgenden Ikonen des Melodic Hardcore Ignite zeigten dagegen wie das eigentlich funktioniert. Während die Gitarrenriffs in die Menge ballern immer guten Kontakt zum Publikum halten und besonders Sänger Zoli weiß nach über 2 Jahrzehnten einfach wie man uns Zuhörer erreicht.

Five Finger Death Punch (FFDP) brachten dann die Main Stage zum Beben und zeigten, dass der Samstag wesentlich voller war als der Freitag. Da nur die Südtreppe als Zugang zur Arena geöffnet war, staute sich die Masse natürlich auch an dieser Seite vor der Bühne. Die Nordseite war deshalb meist etwas leerer. TIPP: Arena durchqueren und an die Nordseite stellen. FFDP hatten großartige Songs im Gepäck, allen voran war die Masse begeistert von Lift Me Up. Die Amerikaner gaben eine Stunde lang ihr Bestes und die Besucher waren sichtlich zufrieden mit den zarten Klängen die abgeliefert wurden.

Mit Anti-Flag lockten Legenden des modernen Punks  zurück ins Theatron. Wer die Jungs noch nicht live gesehen hat, sollte dies bei nächster Gelegenheit schleunigst nachholen. Dass Stagediving in dieser Location möglich ist, bewiesen die Fans deutlich! Auch die überall zu lesenden Hinweise, dass alle während des gesamten Konzertes sitzen bleiben müssen, waren natürlich hinfällig. Zu schnell verging die Stunde in der es punkig aus den Verstärkern plärrte und Justin gegen alle möglichen Missstände aufrief.

Den Abschluss des Abends machten dann KISS, die über 40 Jahre Musikgeschichte auf die Main Stage brachten. Das fast volle Stadion wurde nicht enttäuscht und mit einem Konzert beglückt wie man es von einer Band dieses Kalibers auch erwartet. Satte Klänge und eine gute Show mit Pyrotechnik ohne Ende. Gene Simmons flog dann noch auf ein Plateau am oberen Ende der Bühne und performte von dort aus einen kompletten Song. Nach dem Konzert hatten die Herren dann erfolgreich einige tausend neue Mitglieder für ihre KISS Army rekrutiert und bedankten sich mit einem kleinen Feuerwerk.

Gleich geht’s in den Endspurt mit großartigen Bands wie Unearth, Faith No More und natürlich Metallica! Laut München Ticket gibt es auch noch Tageskarten für Kurzentschlossene. Also los!

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(cd)