Rockavaria 2015 – Nachbericht Tag 1: Freitag

Es ist soweit! Der Festivalsommer klopft bereits an die Tür und wir läuten die Saison dieses Jahr mit einem Newcomer Rockavaria ein. Zusammen mit dem Zwillingsfestival „Rock im Revier“ werden hochkarätige Rock- und Metal-Acts aus aller Welt präsentiert. Wir von Festival-Reporter haben uns gestern den ersten Tag des Rockavaria im Olympiapark angeschaut und wollen euch unsere ersten Eindrücke schildern.

 

Für viele Festivalbesucher gehört Zelten dazu und das kann das Rockavaria leider nicht bieten. Dafür musste der Veranstalter im vornherein ordentlich negatives Feedback schlucken. Alle die sich letztlich ein Ticket gekauft haben, wissen jedoch worauf sie sich eingelassen haben. Volle Nahverkehrsmittel gehören genauso dazu wie eine übermäßige Präsenz von Polizei.

Drei Bühnen gibt es auf dem Gelände des Olympiaparks: Das Theatron befindet sich hinter der Schwimmhalle am See und ist eine Freiluftbühne. Da es sich hier um die kleinste Bühne handelt und die Veranstalter sehr frühzeitig bei großem Andrang die Locations sperren, war das Theatron beinahe den ganzen Nachmittag gesperrt. Natürlich wurden immer mal wieder neue Leute reingelassen wenn andere gegangen sind.

Die Olympiahalle ist genau gegenüber vom Theatron und fasst einiges mehr an Besuchern. Auch hier wird am Einlass je nach Andrang reguliert. Das führte allerdings auch wieder dazu, dass die Halle am Ende des Abends ebenfalls voll und gesperrt war. Wer die letzte Band auf dieser so genannten Second Stage sehen möchte, sollte frühzeitig auftauchen. Nach dem Headliner auf der Main Stage noch die letzten Songs in der Olympiahalle anhören wird wohl an keinem Tag drin sein (das betrifft vor allem Airbourne am Samstag und Within Temptation am Sonntag).

Dafür ist laut Ticket der Einlass in das Olympiastadion jederzeit gewährleistet. Im Stadion, wo sich die Main Stage befindet, wird unterteilt zwischen Sitzplätzen auf der Tribüne und der Arena. Ganz im Gegensatz zu den beiden anderen Bühnen, wo freie Platzwahl herrscht, ist man hier an seinen Platz gebunden. Denn mit einer Platzkarte darf man nicht in die Arena, andersrum natürlich genauso.

Schon beim Auftakt zum Wochenende wird es im Lineup kunterbunt und erstklassig. BABYMETAL, eine japanische Newcomer-Band die ihren Stil selbst als „Kawaii“-Metal bezeichnet, bietet peppigen J-Pop gemischt mit Metal dar. Das klingt abenteuerlich, ist es auch. Aber gerade weil es so abgefahren ist machen die drei jungen Künstlerinnen richtig Laune. Das an Star Wars angelehnten Introvideo zog auch die Aufmerksamkeit der letzten Skeptiker an sich und es folgte eine durchweg gelungene Show.

Nach Incubus auf der Main Stage, die eine gute Mischung von neuen und alten Songs zum Besten gaben, warteten viele Muse-Fans auf ihr Highlight. Die Briten lieferten eine gelungene Show ab, die dann leider schon viel zu früh ein Ende fand. Nach Zeitplan wären noch etwa 3 Songs drin gewesen. Voll waren Arena und Tribüne jedoch bei weitem nicht.

Als die ersten Regentropfen fielen, flüchteten einige aus dem Theatron und der Einlass war wieder offen. Kvelertak lieferte wie üblich eine großartige Show für die Fans ab. Über eine Stunde hielten sie die ausharrenden Zuhörer mit ihrem Black’n’Roll im Würgegriff. Mit dem beliebtesten Song Mjød schlossen die Norweger dann das Theatron für den Abend.

Bereits kurz nach Beginn von Limp Bizkit war der Zugang zur Second Stage bereits gesperrt. Zu diesem Zeitpunkt spielten Muse noch ihre letzten Songs und einige hunderte Besucher standen erfolglos am Einlass. Vielleicht war die Location auch einfach nur zu klein für die Band. Generell erscheint eine Verbesserung der Organisation durchaus möglich, auch wenn im Großen und Ganzen für einen ersten Tag alles ganz gut verlaufen ist. Wir sind gespannt auf Tag 2 mit Five Finger Death Punch, Anti-Flag, KISS und vielen mehr! Tickets sind übrigens noch erhältlich!

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HIER geht's zum Bericht des 2. Tags.

HIER geht's zum Bericht des 3. Tags.

(cd)